Aktuelle Info: Wir sind trotz Corona-Virus zu 100% für unsere Kunden da & können alle verfügbaren Artikel mit DHL ausliefern.

Informationen zur Typenprüfung von Kaminöfen und Holzherden

Jeder Hersteller für häusliche Festbrennstoffgeräte ist verpflichtet, von einer der staatlich zugelassenen europäischen Prüfstellen feststellen zu lassen, ob die Produkte, die neu auf den Markt kommen, die amtlichen Normen und in Deutschland insbesondere auch die Anforderungen der BImSchV erfüllen. Bei der Typenprüfung (auch Typprüfung genannt) werden die Eigenschaften einer Feuerstätte unter definierten, gleichbleibenden Bedingungen ermittelt. Im Prüfverlauf  muss auch die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse gewährleistet sein. Dafür werden die Öfen in mehreren Testzyklen auf Herz und Nieren getestet. Ein Prüfzyklus dauert jeweils 45 Minuten. Die Prüfung basiert auf EN-Normen für Festbrennstoffgeräte und muss nach gesetzlichen Regelungen in einer unabhänngigen, staatliche benannten europäischen Prüfstelle stattfinden. Nach einheitlichen Vorgaben werden die Emissionen von Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen und Partikeln gemessen und darüber hinaus der Wirkungsgrad bestimmt.

typprufung_kaminofen_holzherd

Durch die richtige Bedienung können unnötig hohe Emissionen vermieden werden

Neben der Feuerstättenqualität ist beim Betrieb eines Ofens die Eigenverantwortung der Betreiber gefragt – mit der richtigen Benutzung können unnötig hohe Emissionen vermieden werden Die Feinstaubemissionen von Holzfeuerungen sind in den letzen Jahren rückläufig – durch die im Jahr 2010 in Kraft getretene Neuerung der Bundesimmissionsschutzverordnung wurden viele technisch veraltete Feuerstätten stillgelegt und durch moderne Geräte ersetzt – die modernen Feuerstätten benötigen weniger Brennmaterial und arbeiten effizienter. Hier finden Sie Tipps zur gesundheitsschonenden Ofennutzung und zur Vermeidung unnötig hoher Schadstoffemissionen.  

Die Zulassung und Nutzung von Kaminöfen ist in Deutschland über die 1. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetztes (1. BImSchV) geregelt. Dabei gelten seit dem 01.01.2015 die verschärften Anforderungen der 1. BImSchV Stufe 2:

Kohlenmonoxid (CO)

kleiner

1250 mg/m³

Staub

kleiner

40 mg/m³

Wirkungsgrad

größer

73%

 Im realen Betrieb die Emissionen durch die folgenden äußeren Faktoren beeinflusst:

  • Art des Holzes
  • Feuchtigkeitsgehalt des Holzes
  • der Beschaffenheit und der Größe der Holzscheite 
  • Außentemperatur, Witterung
  • Lufteinstellungen
  • "Falsches Anzünden"
  • Fehlbedienungen
  • Zu hohe Brennraumbeladung
  • Beschaffenheit des Schornsteins