Einen Holzherd kaufen – natürlich Heizen, Kochen & Backen

Aufgrund der Vielzahl der Nutzungsmöglichkeiten gehört ein Holzherd in immer mehr Haushalten wieder zum alltäglichen Anblick: die Öfen eignen sich neben der Koch- und Backfunktion hervorragend zum Beheizen der Küche und angrenzender Räume und ermöglichen dabei eine Heizkostenersparnis von bis zu 50 Prozent. Darüber hinaus geht mit der Nutzung eines Holzherds eine angenehme, ursprüngliche Atmosphäre einher.

Zu unseren Holzherden

Entwicklung des Holzherdes

Holzherde als sind schon seit dem 18. Jahrhundert im Einsatz. Zunächst hatten die traditionellen Herde keinen Backofen, sondern dienten vordergründig zum Heizen und Kochen. Die Kochherde hatten eine geschlossene Brennkammer und Kochplatten aus Eisen oder Kupfer, in die Töpfe „eingehangen“ werden konnten. Die gemauerten Holzherde besaßen ein sogenanntes Wasserschiff, in dem Wasser erhitzt und warm gehalten werden konnte. Derartige Öfen wurden hauptsächlich in Volksküchen verwendet. Küchenherde aus Metall gibt es etwa seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verfügten die Holzherde meist über einen zusätzlichen Backraum zum Backen und Braten. 1851 wurde der erste Holzherd aus Eisen vorgestellt, der transportiert werden konnte. Seit den 1860er Jahren wurden derartige Herde unter anderem auch in Deutschland hergestellt. Ehemaligen DDR-Bürgern dürften beispielsweise noch die Beistellherde von Glutos bekannt sein. Die Glutos-Küchenherde, die seit 1891 produziert wurden, haben schon eine lange Tradition. Auch Lohberger und Wamsler sind namhafte Holzherd Hersteller, die auf eine lange Geschichte zurückblicken können. Insbesondere in der ländlichen Gegend wurden Holzherde bis ins 20. Jahrhundert als primäres Koch- und Heizgerät genutzt.

Mit einem Holzherd heizen

Ein Holzherd verfügt in der Regel über einen Brennraum mit Sichtfenster. Ganz einfache Holzherde wie der Holzherd Juhnberg Neto sind in ihrem Design sehr an die traditionellen Küchenhexen angelehnt, sodass hier sogar auf den Einsatz einer Sichtscheibe verzichtet wurde. Bei einem Holzofen wird durch das Verbrennen von Holz Wärme freigesetzt. Die Herdplatte wird erhitzt und kann zum Kochen verwendetet werden. Die meisten Holzherde besitzen auch einen Backofen. Für zusätzlichen Stauraum gibt es meist noch weitere praktische Schubkästen.

Geeignete Kochutensilien für Holzherde

Für den Einsatz in Holzherden eignen sich hitzebeständige, feuerfeste Materialien wie Emaille, Edelstahl oder Gusseisen. Dabei ist es wichtig, dass die Griffe und Verbindungen nicht aus Kunststoff sind.

Einen Holzherd anheizen

Um einen Holzherd anzuheizen, legen Sie etwa zwei Holzscheite nebeneinander mit etwas Abstand zueinander längs zur Öffnung in den Brennraum des Kaminofens. Zwischen den Scheiten legen Sie nun einen Anzündwürfel ein und platzieren daneben ein wenig Anzündholz. Bevor der eigentliche Vorgang des Anzündes beginnt, sollten Sie sicherstellen, dass die Luftzufuhr vollständig geöffnet ist, damit genügend Sauerstoff zugeführt werden kann. Nun können Sie den eingelegten Anzündwürfel anzünden und die Brennraumtür schließen. Sobald die kleinen Holzscheite richtig angebrannt sind, können Sie größeres Scheitholz nachlegen. Wenn das Feuer richtig im Gange ist, kann die Luftzufuhr gedrosselt werden. Tipp: Wenn Sie mit Ihrem Holzherd kochen oder backen möchten, sollten Sie etwa 20 bis 30 Minuten einplanen, bis der Herd richtig eingeheizt ist.

Temperatursteuerung

Bei einem Holzherd lässt sich die Temperatur natürlich nicht so exakt steuern wie bei einem Elektroherd. Es gibt jedoch einige Optionen, über die sich die Temperatur bei einem Küchenherd regulieren lässt.
  • Über die Temperaturzonen: Auf der Herdplatte eines Holzherdes gibt es unterschiedliche Temperaturbereiche - so ist es z.B. direkt über dem Feuer am heißesten. Hier ist Erfahrung gefragt - nach und nach werden Sie die Temperaturzonen an Ihrem Ofen kennenlernen.
  • Über die Luftzufuhr: 2. Im Allgemeinen ist für die Verbrennung immer eine gewisse Mindestluftzufuhr notwendig. Der Abbrand lässt sich jedoch durch geöffnete Luftregler beschleunigen oder durch eine reduzierte Luftzufuhr drosseln. Mit reduzierter Luftzufuhr kann die Temperatur über einen längeren Zeitraum gehalten werden.
  • 3. Über die Brennstoffmenge: 3. Die Wärmeabgabe eines Holz herdes hängt maßgeblich von der aufgelegten Brennstoffmenge ab - mit mehr Brennstoff wird die Heizleistung eines Feuers erhöht. Generell sollte man mit einer geringen Holzmenge beginnen und dann langsam nachlegen, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Übung und etwas Erfahrung erforderlich, um beispielsweise Topf und Pfanne bei zu starker Hitze kurz von der Kochplatte zu nehmen. Das Thermometer an der Sichtscheibe des Küchenherdes unterstützt Sie dabei, das richtige Maß an Holz für die jeweils nötige Hitze herauszufinden.

Wasserführende Holzherde

In unserem Shop finden Sie auch eine Auswahl von Holzherden mit Wasserführung. Bei diesen Öfen wird ein Teil der Heizenergie mit in den Heizkreislauf eingespeist und dadurch das Heizsystem unterstützt. Holzherde mit Wassertasche werden ebenfalls mit Holz befeuert. Ein wasserführender Holzherd erwärmt das Wasser, es wird über Rohrleitungen in den Pufferspeicher gepumpt und dort bis zur späteren Nutzung gespeichert. Wichtiger Bestandteil ist doppelte thermische Ablaufsicherung, der den wasserführenden Holzherd vor Überhitzung schützt.

Wasserführenden Holzherd kaufen