News: Klimawandel bringt neue Aufgaben für die Forstwirtschaft mit sich

Zunehmende Wärme, Trockenheit, damit einhergehend ein starker Borkenkäferbefall und Stürme haben den Wald als Klimaschützer in Gefahr gebracht. Der Klimawandel bringt neue Herausforderungen und große Aufgaben für Waldbesitzer, Naturschützer und Wissenschaftler mit sich.

Derzeit sind bundesweit die Wälder geschwächt und es ist vielerorts zu einer Borkenkäfer-Plage gekommen. Die meisten Borkenkäfer-Arten befallen zwar ohnehin geschädigte Bäume, aber es gibt auch einige gefährliche Arten, die Waldbestände flächenweise zum Absterben bringen. Besonders die Baumart Fichte ist betroffen und muss großflächig gefällt werden. Demzufolge herrscht auf dem Holzmarkt derzeit ein Überangebot.
Was für die Waldbesitzer ein erhebliches Problem darstellt, bietet den Verbrauchern Preisnachlässe beim Brennholz-Kauf. Darauf macht der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. aufmerksam. Der Verband empfiehlt den Besitzern von Kaminöfen, Kachelöfen und Heizkaminen, bei den Forstämtern gezielt Fichtenholz nachzufragen. „Die Sorge, sich den Borkenkäfer mit dem Holz ins Haus zu holen, ist unbegründet“, so Förster Henning Schmidtke aus dem niedersächsischen Nienburg. „Der Schädling nistet nur direkt unter der Rinde und ist längst verschwunden, wenn die getrockneten Holzscheite in den Handel kommen oder beim Förster abgeholt werden.“ Fichte brennt lebhaft und heizt schnell auf. Die zu den Nadelhölzern zählende Fichte ist relativ leicht und hat deshalb – bezogen auf den Raummeter – einen geringeren Heizwert als Laubhölzer. Es entsteht etwas mehr Asche und durch den schnelleren Abbrand muss öfter nachgelegt werden. Außerdem kommt es zu einem erhöhten Funkenflug wegen dem enthaltenen Baumharz. Fichte verbrennt sehr lebhaft, heizt schnell auf und sorgt so, neben dem typischen Knistern,für ein besonders faszinierendes Flammenspiel. 

Produkte aus Holz sind prinzipiell ein Bestandteil des natürlichen Kohlenstoffkreislaufes. Die Verwendung vol Holz als Energieträger und Brennstoff kann fossile Energieträger ersetzen und Emissionen vermeiden. Durch den Klimawandel stehen Forstleute, Waldbesitzer und Wissenschaftler jedoch vor der Herausforderung, den Wald für die nächsten Jahrhunderte so zu planen, dass auch in ferner Zukunft noch Baumarten vorhanden sind, die den Klimabedingungen standhalten. Dazu sollen Mischwälder mit einer großen Vielfalt an überwiegend heimischen Baumarten entstehen udn ausgebaut werden. Mischwälder mit vielen verschiedenen Baumarten sind weniger anfällig gegen Trockenheit, Hitze und Schädlingsbefall. Waldeigentümer und Forstleute kämpfen derzeit darum, den Waldbestand zu sichern. Das Fällen und Abtransportieren der abgestorbenen Bäume und die Aufforstung sind mit enormen Kosten verbunden. 

Im Zeichen des Klimaschutzes sind auch Ofenbesitzer in der Verantwortung: Jeder Feuerstättenbesitzer sollte darauf achten, dass das Brennholz aus nachhaltiger Erzeugung aus der Region stammt. Letztendlich kann die Nutzung von Brennholz dabei unterstützen, den Wald von Monokulturen weg hin zu artenreichen Mischwäldern umzubauen. Der Holzverkauf ist für alle Waldeigentümer eine wichtige Einnahmequelle.

Weitere Tipps zu einer gesundheits- und klimaschonenden Ofennutzung finden Sie hier: https://www.kaminofen-store.de/kaminofen-umwelt 

Quelle: HKI, NDR.de "Wald im Klimawandel: Bedeutung für die Forstwirtschaft": https://www.ndr.de/ratgeber/klimawandel/Wald-im-Klimawandel-Bedeutung-fuer-die-Forstwirtschaft,wald994.html?fbclid=IwAR07fqdHTQqY2B145c2zJqfs-WgTxW2ZifL3UpyDBSfDTFaSlW3-GH0M668 [Stand 30.10.2019]